Die bauwasserrechtliche Bewilligung

bauwasserrechtliche Bewilligung – Was ist das?

In den folgenden Zeilen beziehe ich mich auf die Informationsseite des Landes Niederösterreich:

Nicht jedes Vorhaben oder jede Maßnahme, die mit Gewässern zu tun hat, bedarf einer wasserrechtlichen Bewilligung. Wofür eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich ist, regelt das Wasserrechtsgesetz. Dort ist auch geregelt, wie ein Wasserrechtsverfahren abläuft. Quelle: http://www.noe.gv.at/noe/Wasser/recht_bewilligung.html

Erklärung:

Die bauwasserrechtliche Bewilligung dient als Nachweis, dass die Errichtung des Neubaus keinen negative Einfluss auf das Hochwasserabflussgebiet nimmt und die damit verbundenen Nachbarrechte nicht verletzt werden. Die Auskunft ob ein Grundstück in einem solchen Hochwasserschutzgebiet liegt, kann das lokale Bauamt geben. * Wichtig dabei ist das Auslauf-/Abflussgebiet von 30-jährigen (HQ30)Hochwassern. Mit dem Projekt soll nachgewiesen werden, dass die Errichtung des Wohnhauses und der Garage keine nachteiligen Auswirkungen auf den Hochwasserabfluss und auch Nachbarrechte hat.

* Tipp: egal ob man bereits ein Grundstück hat oder man noch vor dem Kauf steht, ich empfehle unbedingt gezielt das Thema Hochwasserschutzgebiet beim lokalen Bauamt zu hinterfragen. Dieses Thema wird manchmal nicht berücksichtigt.

Als Grundlage für den Erhalt der bauwasserrechtlichen Bewilligung wird der Einreichplan **, die Abflussuntersuchungen durchgeführt durch ein Planungsbüro sowie einer Geländevermessung heran gezogen.

** Tipp: statt eines Einreichplans reicht auch ein Plan des Grundrisses aller Gebäude aus. Das spart Zeit und Kosten.

Abflussuntersuchungen/Berechnungen durch ein Planungsbüro

Der Bauherr muss in Absprache mit dem lokalen Bauamt und dem zuständigen Bezirksamt ein Planungsbüro beauftragen. Dieses Planungsbüro, in meinem Fall das Planungsbüro PERZPLAN, berechnet verschiedene Szenarien wie das Eintreten eines HQ30 sowie HQ100, sowie die Möglichkeit des Versickerns des Wassers am Grundstück. Hier kommt es zu einer Gegenüberstellung der Bestandssituation gegen den geplanten Neubau.

Berechnungen/Planung:

Diese Berechnungen werden dann der Bezirkshauptmannschaft vorgelegt. In einem Bauverfahren das ca. 2-4 Wochen dauert wird dann darüber bestimmt, ob die bauwasserrechtliche Bewilligung erteilt wird oder nicht. ACHTUNG: eine solche Bewilligung hat eine Befristung von 6 Monaten. Wird das Bauvorhaben nicht in dieser Zeit umgesetzt, muss nicht nur eine neue Bewilligung, sondern auch eine neue Berechn Voransicht ung beantragt werden.

Planungsbüro Perzplan

Durchführung der Berechnungen sowie Erstellung des Bereicht vom Planungsbüro PERZPLAN.

Durchlaufzeit

Die Duchlaufzeit betrug von der Beauftragug bis zur Bewilligung rund 8-10 Wochen.

Preis

Für die Berechnungen sowie Erstellung sämtlicher Berichte und Schriftstücke muss man hier zwischen 2000-3000€ rechnen.

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