Mein Bericht zum Spartan Race: Beast

 

… seit 3 Monaten haben ich mich nun auf das letzte Spartan Race der Serie vorbereitet: den Beast. Während den letzten Monaten habe ich bis auf wenige Ausnahmen 3-5 mal pro Woche Sport betrieben. Pro Woche zumindest 2 mal Krafttraining, die restlichen Einheiten waren verschiedene Laufeinheiten.

Erst dieses Jahr im Mai habe ich mein erstes Hindernis-Rennen absolviert, den Spartan Race Sprint in Wiener Neustadt. Mit absolut keiner verbleibenden Kraft ins Ziel gekommen war für mich klar: in 2018 werde ich den Beast nicht mehr schaffen. Warum auch immer habe ich mich in den kommenden Tagen danach dazu entschlossen das Trifecta doch noch 2018 holen zu wollen.

Die dieses Jahr noch bevorstehenden Rennen waren schnell gefunden. Ich trainierte also weiter fröhlich vor mich hin und nach meinem zweiten Spint in Villapark, Ungarn war ich guter Dinge ausreichend Fortschritte zu machen. Dann kam der Super in Kouty … In meinem Bericht zum Spartan Race – Super könnt ihr nachlesen wie hart ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeschmettert wurde.

Somit war klar: ohne einen vernünftigen aber gleichermaßen ambitionierten Trainingsplan kann ich mir den Beast dieses Jahr abschminken. Nach meiner Recherche welches Rennen für das Spartan Race Beast in Frage kommt, habe ich mir einen Trainingsplan für die kommenden Monate erstellt. Inhalt und Abfolge dazu könnt ihr im Beitrag Spartan Race: Beast – Training nachlesen.

Nach diesem kurzen Rückblick kommen wir jetzt zum Bericht des Rennens:

Die Anreise bzw. das erste Hindernis:

Die Anreise hat am Freitag um 09:00 Uhr mit dem Auto begonnen. Laut Navigationssystem 7h 30min bis zur Ankunft in Berlin. also eine laaaaaaaaaaange Autofahrt stand uns bevor. Tatsächlich eingetroffen sind wir gegen 18:30 Uhr. Eine letzte Kohlenhydrat-lastige Mahlzeit und ab ins Bett. Ab Samstag Früh stieg dann zugegeben die Nervosität merklich an. Aja, und es hatte angenehme 2° Celsius! :-O

 

Das Festivalgelände:

Nach kurzem Stau am Festivalgelände durften wir un dann gegen Einwurf kleiner Münze (5€) hin parken. Die Parkplätze war: ein  en zumindest in unmittelbarer Nähe und die ersten Beschilderungen waren zu erkennen. Die Location selbst war irgendwie cool: ein Luftfahrtsmuseum. Überall standen alte Panzer, Flugzeuge und es waren Hangar in Bergkuppeln verbaut. Dazwischen und darin befanden sich verschiedene Stände und Shops.

 

Der Start, die Nervosität stieg:

Meine Startzeit war für 09:15 Uhr angesetzt. Noch beim Start kamen Gerüchte auf, dass aufgrund der fehlenden Höhenmetern (na no na..) diesmal mehr mit Gewichten und Wasser auf uns zukommen wird.  Hatte ich erwähnt, es hatte 2° Celsius! Gott sei dank war der bereits bekannte Anheizer Mike da und hat uns kollektiv zum aufwärmen animiert. Leider kam die Stimmung nicht wirklich auf, da in den ersten Start-Wellen anscheinend noch wenig Publikum sowie Läufer vor Ort waren.

Die Hindernisse & die Kursstrecke:

Ich werde auch in diesem Bericht nicht alle Hindernisse durchgehen und Beschreiben, dafür könnt ihr euch den Streckenverlauf sowie die eingetragenen Hindernisse im folgenden Bild ansehen. Aber ich möchte zumindest wieder punktuell auf Hindernisse eingehen. Laut meiner Uhr waren es am Ende 22,47 km. Die Anzahl der Hindernisse reiche ich nach 😉

Gefühlt haben die Veranstalter JEDE EINZELNE Wand aus ihren Lagern gesucht und aufgestellt. Die erste Hälfte der Strecke war wirklich sehr Wand (oder ähnliches) lastig. Positiv überrascht war ich von der Verpflegung! Ok, vielleicht war der erste Wasser-Stand nach 1,3 km Wegstrecke etwas übertrieben, aber generell bilde ich mir ein alle 3-4 Kilometer einen Verpflegungs-Stand gesehen zu haben. Das war ich definitiv nicht aus meinen letzten Rennen in Tschechien und Ungarn gewohnt.

 

Das Rennen war allgemein nicht wirklich spannend muss ich zugeben. Bis Kilometer 16 oder 17 lief alles wie am Schnürchen und ich war sogar etwas enttäuscht da ich noch genug Reserven hatte. Ab Kilometer 17 ging es mit den Hindernissen dann Schlag auf Schlag.

Speerwurf #1: um 1 cm – ich schwöre! um 1 cm!! zu weit rechts versemmelt: meine ersten Burpees waren fällig. Beim Speerwurf #2 hat er genau gesessen!

Tarzan Swing: ca. 4 Seile wie man sie vom Seil hochklettern kennt. Allerdings ebenfalls nass und matschig (es hatte nicht gerecgnet, weit und breit kein Matsch oder Wasserhindernis in der Nähe?!). Am 3. Seil runter gerutscht – Zack meine nächsten 30 Burpees.

Multi Ring: zum ersten Mal geschafft! ich war total stolz auf mich 🙂

 

Ergebnisse

Ziel-Zeit: 3:41:16

 

Insgesamt

von 656

Männlich

von 517

Männlich 30-34

von 151

Mein Fazit:

tja .. Diesen Absatz tippe ich nun bereit sicher zum 5. Mal und immer wieder lösche ich ihn. Warum? Es ist für mich nicht nur ein Fazit für dieses Rennen, es ist vielmehr ein Fazit aus dem bisherigen Jahr. Klar, ich habe das erreicht was ich mir vorgenommen habe – das freut mich natürlich. Allerdings war die Freude nicht so groß wie erwartet. Im Ziel angekommen, keine Glücksgefühle, keine Erleichterung. Meine ersten Gedanken war “… und jetzt?!

Ich selbst empfand es irgendwie nicht als tolle Leistung. Da arbeitet man lange auf ein Ziel hin, erreicht es, hat sogar noch Reserven und ist dann nicht in der Lage sich zu freuen. Komisch oder? Das gute Gefühl stellte sich erst in den letzten Tagen ein und ich war zumindest ansatzweise stolz.

Zum Rennen selbst: es hätte ruhig um 2-3 Kilometer länger und 2-3 Hindernisse mehr sein können. Jetzt rede ich leicht – ich weiß.

Ein paar Worte möchte ich auch noch zu meinem selbst erstellten Trainingsplan verlieren: anscheinend habe ich sowohl mich als auch die auf mich zukommenden Herausforderungen ganz gut eingeschätzt – der Trainingsplan hat definitiv sehr gut funktioniert. Im Endspurt habe ich zwar mein eigenes Gewicht nicht mehr auf mein Ziel gebracht, das ist allerdings dem Urlaub und der Verletzung zu schulden. Die letzten beiden Wochen vor dem Rennen musste ich quasi pausieren – lasst mir zumindest diese Ausrede! 😛

Jetzt freue ich mich auf ein paar ruhigere Wochen und vor allem auf Sport nach Lust und Laune. Mal sehen wie lange das klappt. In der Zwischenzeit überlege ich mir bestimmt schon wieder die nächsten Ziele für 2019.

Zum Abschluss ein paar Bilder vom Geläde, dem Lauf und mir.

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