Mein Spartan Race: Super

… ich hatte jemanden gefunden der mit mir nach Kouty zum Spartan Race Super fährt! Sehr cool! Wenige Tage vor dem Event habe ich mit den Vorbereitungen gestartet. Was oder besser gesagt wo ist denn Kouty überhaupt? FU**! – DAS IST EIN SKLIGEBIET! Schnell recherchiert wie das Rennen 2017 aufgebaut war. Ach du …

doch eines nach dem anderen 🙂

Anreise:
Treffpunkt Siebenhirten. Mit wenigen Minuten Verspätung abgeholt ging es schon los Richtung Tschechien. Die Autofahrt wurde genutzt um die andere Person kennen zu lernen. Die Fahrt dauert rund 3 1/2 Stunden. Das Wetter wurde mit jedem Kilometer näher zum Ziel schlechter und kälter. Das quasi erste Hindernis des Tages: der Weg vom Parkplatz zum Start-Gelände! – gefühlte 2 Kilometer leicht bergauf bei Regen und knackigen 10°C.

 

Event-Gelände:
Eine Tal-Lift-Station mit Blick zum Gipfel bei einem kleines Fluss. (Spolier-Alarm: der Fluss spielt noch eine Rolle bei den Hindernissen..) Auf was habe ich mich da eingelassen!? Startnummern gepackt, Gepäck abgegeben und es ging schon los zum Aufwärmen.

 

Das Rennen:
Um 10:45 Uhr ging es los. Nach wenigen Metern und Kurven der erste Anstieg:

Kouty Anstieg 1

 

Nach nicht einmal 500 Metern zeigte die Uhr bereits 300 Höhenmeter und einen Puls von 172 bpm an. OK ….. ! Na gut, positiv sehen, paar Höhenmeter noch und dann wird es besser. Hoffentlich.

Nach der geschätzten Hälfte des Rennens habe ich dann nicht mehr auf meinen Laufpartner gewartet. Das tat mir extrem leid und was war sicher noch viel egoistischer als ich zu diesem Zeitpunkt dachte. Nach mehrmaligen Warten konnte ich meine Betriebstemperatur nicht mehr halten und mein Laufpartner meinte ich solle vor. Rund 30 Minuten laut Uhr bereits mit Warten verstrichen. Ich erinnere: 10°C, Regen und am Berg geht der Wind. Ich war durchnässt und hab noch nie so gefroren. Ich musste weiter sonst hätte ich das Rennen nie ins Ziel gebracht.

Auf ein Hindernis möchte ich besonders eingehen: #16 Bag Carry.
Nach ca. 14 Kilometern und rund ca. 900 Höhenmetern in den Beinen, mit meiner Kraft am Ende, meine Oberschenkel waren Butter, kam der Bag Carry. Mit einem durchnässten Sandsack 150-200 Meter bergauf, 100 Meter seitlich den Berg entlang, 150-200 Meter bergab. Alleine dieses Hindernis hat mich fast eine dreiviertel Stunde an Zeit und unzählige Flüche gekostet. Alle paar Meter musste ich den Sandsack ablegen und zu Kräfte kommen. Gott sei Dank war ich nicht der einzige. Es sind zu jedem Zeitpunkt mehr Leute am Rand gesessen als den Berg rauf gegangen.

Mittlerweile war ich wieder trocken. Bis mich eines der letzten Hindernisse robbend durch den Fluss (anfangs erwähnt) wieder kalt erwischte. Wirklich kalt.

Kouty Fluss 1

Kouty Fluss 1

 

Dann noch der Multi-Rig, für den ich absolut keine Kraft mehr hatte. Ich rutsche ab und stieß ein zu lautes FU** aus. Es sollten meine zweiten Straf-Burpees werden, im Beisein eines Volunteer (ich nehme an wegen des Fluchens).

 

Strecke Kouty

 

Fazit:
Dieser Lauf hat mir alles abverlangt. Mehrmals während des Rennens dachte ich daran einfach sitzen zu bleiben. Es ging nicht länger um eine gute Zeit. Ich wollte einfach durchkommen. Im Ziel angekommen machte sich pure Erleichterung breit. Erst als ich am nächsten Tag nicht einmal die Stufen ins Erdgeschoss steigen konnte, musste ich vor Schmerzen in den Oberschenkeln lachen und da schossen die Glücksgefühle ein 🙂

 

Entgegen den späteren Angaben des Veranstalters, sagte meine und viele anderen Uhren:

 

Distanz: 17,18 Kilometer
Höhenmeter: 1.028 Meter

Ergebnisse

Ziel-Zeit: 4:38:10

 

Insgesamt

von 2.798

Männlich

von 2.002

Männlich 30-34

von 258

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